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Einfach-Produktiver - Selbstreflexion

Selbstreflexion als Schlüssel zum Erfolg

Na, wann hast du das letzte Mal ein Selfie gemacht? Bestimmt nicht vor allzu langer Zeit. Schnell das Smartphone gezückt, Blick in die Kamera und klick.

Wusstest du, dass Selfies ein sehr gutes Beispiel für Selbstreflexion sind? Wenn wir ein Selfie machen, überlegen wir, in welcher Pose, aus welchem Blickwinkel und aus welcher Perspektive wir uns am besten in Szene setzen. Wir richten die Kamera und uns selbst so aus, dass wir die erwünschte Wirkung erzielen.

So wie wir uns beim Selfie überlegen, welche Wirkung wir erzielen wollen und uns dann entsprechend ausrichten, können wir das auch mit unseren Handlungen im „richtigen Leben“ tun. Das Stichwort lautet: Selbstreflexion.

Wer die Methode der Selbstreflexion einmal angewendet hat, möchte sie nicht mehr missen. Für andere ist das Thema Selbstreflexion schlicht „esoterischer Humbug“. Doch was stimmt denn nun?

Die Antwort muss jeder für sich selbst herausfinden. In diesem Blog-Beitrag findest du meine Gedanken dazu und zusätzlich meine 6 besten Reflexionsfragen, die dir helfen „auf Kurs zu bleiben“.

„Wer anfängt, sich zu reflektieren, fängt an, sich zu verändern.“

(asiatische Weisheit)

Was ist Selbstreflexion?

Selbstreflexion ist wie eine Art persönlicher Reality-Check. Dabei machst du dir bewusst, was dir wichtig ist, wo du stehst und was du erreichen möchtest. Ok, klingt vermutlich doch noch „esoterisch“.

Was sagt denn Wikipedia dazu?

Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden.

Regelmäßiges Reflektieren, hilft also sein eigenes Handeln optimal auf seinen Vorhaben auszurichten. Aha, schon greifbarer …

Das dazugehörige Verb „reflektieren“ bedeutet „durchdenken“ oder „nachsinnen“. Einfach ausgedrückt geht man in Gedanken bestimmte Situationen des Alltags, das eigene Verhalten und die eigenen Reaktionen durch.

Man „sinnt“ also darüber nach was passiert ist. Was dabei gut oder weniger gut war. Wie es hätte besser laufen können, … etc. So schafft man sich Erkenntnisse, um dann sein zukünftiges Handeln entsprechend zu verändern.

Wichtig zu wissen: Es ist kein zielgerichtetes Denken, bei dem du ein konkretes Problem löst. Du lässt dich ganz gezielt „gedanklich treiben“ und „hörst in dich hinein“. Dadurch öffnest du dich mental und „erdenkst“ dir entsprechende Veränderungen.

Reflektieren hilft dir also deine eigenen Handlungen zu hinterfragen und optimaler zu gestalten. Damit lenkst du deine Energie und deine Zeit auf die Dinge, die dir wichtig sind. Na, das klingt doch schon mal gut!

Warum Reflexion wichtig ist für persönliches Wachstum und Erfolg

Es ist wie bei einem guten Wein: Je mehr sich der Winzer darum kümmert und je mehr der Wein reift, desto besser wird er.

Genauso ist es mit uns Menschen: Je mehr wir uns um unseren „Reifungsprozess“ kümmern, desto besser werden wir. Besser nicht im Sinne von schneller, höher oder weiter. Es geht darum, sich besser auf das zu fokussieren, was wir wollen und was uns wichtig ist.

Selbstreflexion ist hierbei eine einfache, aber äußerst hilfreiche Methode, um dieses Ziel zu erreichen. Also, hoch die Gläser – auf dich selbst!

Was sind die Vorteile der Selbstreflexion?

Verbesserung der Selbstwahrnehmung

Kennst du das Sprichwort: „Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht?“ Das passiert uns allen hin und wieder. Durch Selbstreflexion kannst du dir bewusst machen, wer du bist und du wirklich willst. Dadurch kannst du deine Stärken und Schwächen, aber auch deine Reaktionen und Handlungen besser verstehen und einordnen.

Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen

Wenn du über dich selbst reflektierst, kannst du auch besser auf andere Menschen eingehen. Du kannst dich leichter in deine Mitmenschen hineinversetzen und ihre Perspektive besser verstehen.

Dieser Perspektivenwechsel hilft dir nicht nur bei der zwischenmenschlichen Kommunikation, sondern auch bei möglichen Konfliktlösungen. Wer sich selbst besser kennt, kann auch besser auf die Bedürfnisse anderer eingehen.

Persönliches Wachstum

Wenn du deine Ziele, Gedanken, Werte und Reaktionsmuster besser verstehst, schaffst du die perfekte Grundlage für dein persönliches Wachstum. Du bist dann in der der Lage, bewusst die Dinge zu tun, die dir wirklich wichtig sind.

Andere Aufgaben oder Vorhaben lässt du dafür gezielt bleiben. Das spart dir massiv Zeit und Energie. So wechselst du von einer Reaktion auf äußere Einflüsse in ein aktives Gestalten deiner eigenen Handlungen.

Selbstreflexion ist wie ein Sprung ins kalte Wasser: Es kann am Anfang etwas unangenehm sein, aber am Ende fühlt man sich erfrischt und gestärkt.

Auch wenn es sich anfänglich noch ungewohnt ist, kann ich dir nur empfehlen, die Methode der Selbstreflexion direkt auszuprobieren. Am Ende des Artikels findest du die perfekten Fragen für den Start.

Also, pack die Badesachen ein und ab ins erfrischende Nass des Selbstreflexions-Pools!

Selbstreflexion leicht gemacht: Tipps und Methoden

Ich sage immer: Selbstreflexion ist wie ein Date mit sich selbst. Du nimmst dir ein paar Minuten Zeit und wählst einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. Dann kann es auch schon losgehen.

Jetzt schnappst du dir die unten genannten Reflexionsfragen und denkst darüber nach, was dir als Antworten auf diese Fragen durch den Kopf geht.

Wenn du möchtest, kannst du deine Gedanken auch aufschreiben. Ich selbst gehe die Fragen rein in Gedanken durch. Wenn mir dabei Ideen, Lösungswege oder Vorhaben einfallen, dann mache ich mir nur ein paar wenige Stichworte.

Was sind Reflexionsfragen und was mache ich damit?

Reflexionsfragen sind offene Fragen, die du dir selbst in Gedanken stellt. Durch die äußeren Bedingungen (Zeit und ruhiger Ort) schaffst du den perfekten Rahmen, dass dein Gehirn mit diesen Fragen auf „Wanderschaft“ geht.

Selbstreflexion ist kein zielgerichtetes Denken, bei dem du z.B. versucht ein konkretes Problem zu lösen, oder Optionen abzuwägen. Es ist vielmehr ein offenes Denken.

Du stellst dir die Fragen im Geiste und hörst in dich hinein, welche Antworten dir in den Sinn kommen. Dabei den Gedanken freien Lauf lassen und auf die eigenen (gedanklichen) Antworten achten. Also offen sein für alle (!) Antworten die kommen. Es gibt kein Richtig oder Falsch.

Die Fragen sind so angelegt, dass dir Zusammenhänge, Wirkungen aber auch deine Bedürfnisse bewusst werden. So schaffst du dir innere Klarheit über dich selbst und deine Aktivitäten. Klarheit ist einer der Grundpfeiler für ein gutes Selbstmanagement, denn sie hilft sein Verhalten und seine Aktivitäten entsprechend zu verändern.

Dank dieser Klarheit und den daraus abgeleiteten Veränderungen wirst du deine Ziele viel leichter, schneller und zufriedener erreichen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Selbstreflexion?

Ich selbst benutze die Fragen zur Selbstreflexion im Rahmen meines Wochenreviews. Am Freitag lass ich die Ereignisse der letzten Woche sowieso noch einmal Revue passieren. Perfekter Zeitpunkt, denn dann kann ich auch direkt Aspekte reflektieren, die mir wichtig sind.

So schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich gehe die letzte Woche noch einmal durch, schaue nach, ob noch Aufgaben oder Termine offen sind. Dabei fällt es mir leicht, die unten stehenden Fragen zu beantworten – ich bin ja sowieso in den Themen drin.

Dieses kurze Innehalten am Ende einer Woche hat sich für mich als ideal herausgestellt. Eine Woche ist im Rückblick gut überschaubar und die Ereignisse sind mir noch gut in Erinnerung.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse kann ich dann direkt in die Planung der kommenden Woche mit einfließen lassen. So eingebettet in das Wochenreview brauche ich nur ein paar wenige Minuten, die mir aber äußerst hilfreiche Informationen liefern!

Denkbar ist auch eine tägliche Selbstreflexion. Dann solltest du allerdings darauf achten, dass du nicht mehr als 1-2 Minuten darauf verwendet und es fester Teil deines Tagesabschlusses ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du es nach ein paar Tagen schlicht wieder bleiben lässt.

So vermeidest du Fehler bei der Selbstreflexion:

In meinen Coachings kommt immer wieder mal die Frage auf, ob man bei der Selbstreflexion auch etwas falsch machen kann. Meine klassische Antwort ist dann immer: „Ja, wenn Du keine Selbstreflexion machst!“

Mein Tipp daher: Machen! Und erstaunt sein, was dir dabei alles durch den Kopf geht.

Du kannst dabei eigentlich nichts falsch machen. Solange du dir vor Augen führst, was das Ziel der Selbstreflexion ist, bekommst du garantiert immer hilfreiche Einblicke in dich selbst.

Achte allerdings darauf, dass du dich nicht in negativer Selbstkritik verlierst. Wir sind oft unser eigener schärfster Kritiker. Aber zu viel Negativität kann uns lähmen und vom Weg abbringen.

Ein selbstkritischer Blick ist gut und angebracht, doch sollte dein positives Mindset im Vordergrund stehen. Es geht nicht darum, dass du dich in den eigenen wälzest. Es geht darum zu erkennen, was du anders machen willst und wie du es machen willst. Fokus ist der Blick nach vorne, die positive Veränderung.

Eine Falle, in die man sehr leicht tappt, ist das Nachdenken über anderen Personen. Aber wie der Name „Selbstreflexion“ schon sagt, denken wir bei der Selbstreflexion über uns selbst nach, überunsere eigenen Handlungen, Wünsche, etc. Bei der Selbstreflexion geht es nicht darum, über andere Menschen, ihr Verhalten usw. nachzudenken. Es geht um uns selbst!

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Selbstreflexion – 6 konkrete Fragen

Seit vielen Jahren arbeite ich mit Reflexionsfragen unterschiedlichster Art. Mittlerweile habe ich eine beachtliche Sammlung zusammen, die je nach Situation eingesetzt werden kann. Es wäre einfach, hier eine lange Liste von Fragen aufzustellen.

Das wäre aber kontraproduktiv. Vielmehr möchte ich dich ja ermuntern, die Methode der Selbstreflexion auszuprobieren und auf möglichst einfache Weise zu Ergebnissen zu kommen.

Meine 6 effektivsten Reflexionsfragen:

  • Was hat mich meinem Ziel näher gebracht?
  • Was muss verbessert werden?
  • Worüber muss ich noch einmal in Ruhe nachdenken?
  • Welchen Wert habe ich geschaffen? (und für wen?)
  • Was habe ich gelernt?
  • Wofür bin ich dankbar?

Jetzt geht‘s los: Nimm dir ein paar Minuten Zeit und stelle dir die folgenden Fragen selbst in Gedanken. „Höre“ dabei in dich hinein. Welche Antworten und Gedanken kommen dir dazu in den Sinn Damit dir wichtige Aspekte nicht verloren gehen, mach dir ein paar kleine Notizen.

Also, schnapp dir deine innere Kamera und mach dich bereit für einige Selfies der Selbstreflexion!

Fazit: Selbstreflexion der Schlüssel für mehr Klarheit

Durch Selbstreflexion hast du die Möglichkeit, dir dein eigenes Handeln bewusster zu machen. Du gewinnst Klarheit darüber, was dir wichtig ist, welche Werte und Ziele du verfolgen möchtest.

Mit dieser Klarheit bist du perfekt gerüstet, dein Tun und Handeln so auszurichten, dass du mit weniger Aufwand mehr erreichst.

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